Madeira ist eine portugiesische Atlantikinsel rund 600 Kilometer westlich von Marokko. Sie ist nicht ohne Grund als „Insel des ewigen Frühlings“ bekannt — ihr subtropisches Klima hält die Temperaturen ganzjährig zwischen 17°C und 25°C, mit nur bescheidener saisonaler Schwankung. Die Insel ist dramatisch: senkrechte grüne Klippen, die in den Atlantik fallen, von der UNESCO anerkannte Lorbeerwälder (Laurisilva), terrassierte Weinberge und ein Netz von Bewässerungskanälen (Levadas), die zu Europas feinster Wanderinfrastruktur geworden sind. Sie ist kein Strandziel — sie ist ein Wander-, Landschafts- und Essensziel.
Madeira funktioniert ganzjährig. April-Juni und September-Oktober sind ideal zum Wandern — warm, aber nicht heiß, mit verlässlichem Wetter. Dezember-März ist milde Wintersonne, um die 19-20°C tagsüber, mit ruhigeren Wegen.
Dezember bis Februar bringt 19-20°C-Tageshöchstwerte und 13-15°C nachts. Die Funchal-Küste bleibt an den meisten Tagen sonnig; die Nordküste und das hohe Innere sind nasser und wolkiger. Weihnachten in Funchal ist berühmt für Feuerwerk und Dekorationen. Wale (Pott- und Grindwale) sind ganzjährig zu sehen, aber der Winter kann für Bootsfahrten aufgewühlt sein.
März bis Mai erwärmt sich allmählich auf 21-23°C. Das Madeira-Blumenfest im späten April-frühen Mai füllt Funchal mit Umzügen und floralen Darbietungen. Levada-Wanderungen sind am besten — fließendes Wasser, volle Vegetation, milde Temperaturen.
Juni bis August bleibt mild — 24-25°C in Funchal, etwas heißer im Süden, kühler in der Höhe. Fast kein Regen, viel Sonne. Die Meerestemperaturen erreichen ihren Höhepunkt bei 22-23°C — erfrischend statt warm. Das Feuerwerk des Atlantikfestivals im Juni ist ein Highlight.
September und Oktober sind ausgezeichnet — noch warm (24°C), wenig Regen und die Weinlese in vollem Gange. Regen kehrt im November zurück, aber Madeiras „Regen“ bedeutet oft, dass die hohe Nordküste nass ist, während Funchal sonnig bleibt.
Nicht wirklich — Madeiras „Strände“ sind meist schwarzer Vulkansand, Kiesel oder künstlich angelegt (Calheta). Die Nachbarinsel Porto Santo (2,5 Std. per Fähre) hat einen 9 km langen goldenen Sandstrand und ist das eigentliche Strandziel des Archipels.
Es gibt eine riesige Bandbreite — von flachen 5-km-Spaziergängen entlang Bewässerungskanälen bis zu senkrechten 8-stündigen Gratwanderungen. Die Halbinsel Ponta de São Lourenço ist mittel; der Arieiro-Ruivo-Grat ist anstrengend.
Mild statt warm. Tageshöchstwerte von 19-20°C und sonniges Wetter machen Madeira zu einem der verlässlichsten Wintersonnenziele Europas, aber die Abende sind kühl (13-15°C), und du wirst nicht bequem sonnenbaden.
Die Kanaren sind wärmer (22-23°C gegenüber 19-20°C) und haben richtige Sandstrände. Madeira ist dramatischer, grüner, hat besseres Wandern und eine charaktervollere Hauptstadt. Aktive Reisende bevorzugen Madeira; reine Wintersonnen-Suchende bevorzugen die Kanaren.